Wärmeabgabesysteme

im Überblick

Ich fühle mich wohl – mit einer Fußbodenheizung vom Installationsprofi

Wie wirkt eine Fußbodenheizung?

Durch Rohrleitungen im Fußboden wird die Oberflächentemperatur des Bodens erhöht und dieser gibt die Wärme über den Fußboden in den Raum ab. Die Fußbodenheizung wird genauso wie Wandheizung als Strahlungsheizung bezeichnet.

Anstatt die Luft von unten nach oben umzuwälzen und so einen stetigen Luftstrom zu erzeugen, der Staub und Mikroorganismen mit sich trägt, strahlt diese Heizung die Wärme einfach ab.

Diese Strahlungswärme empfinden die Menschen als angenehm und behaglich.

Der menschliche Körper nimmt diese Art der Wärme schnell auf und empfindet die Temperatur um ca. 2 Grad höher. Die Raumtemperatur kann also bei Fußbodenheizung gegenüber Radiatoren (Heizkörper) um ca. 2°C reduziert werden und man empfindet immer noch die gleiche Behaglichkeit als bei Radiatoren.

Welche Vorteile hat die Fußbodenheizung?

Energieeinsparung:
Bei Beheizung mit Fußbodenheizung ist eine Reduzierung der Lufttemperatur um 1 - 2° Cmöglich, da die empfundene Temperatur sich zu ca. 50% aus der Lufttemperatur und zu weiteren 50% aus den mittleren Temperaturen der Raumumschließungsflächen zusammensetzt. Bei einer Fußbodenheizung wird die mittlere Temperatur der Raumumschließungsflächen positiv beeinflusst bzw. angehoben.

Eine Faustregel besagt, dass bereits eine um eine Grad niedrigere Raumlufttempe­ratur 5% Energieeinsparung bedeutet.

Außerdem arbeitet eine Fußbodenheizung mit wesentlich niedrigeren Temperaturen als andere Heizungssysteme. Dadurch ergibt sich eine systembedingte Energieeinsparung durch Reduzierung der Rohrleitungs- und Stillstandsverluste der Heizzentrale. Somit ist eine Fußbodenheizung besonders geeignet für zukünftige Heizsysteme wie z.B. Sonnenenergie, Erdwärme, etc...

Temperaturempfinden bei Fußbodenheizung
Temperaturempfinden bei Fußbodenheizung
Temperaturempfinden bei Radiatorenheizung
Temperaturempfinden bei Radiatorenheizung
Die ideale Heizkurve
Die ideale Heizkurve

 

Keine störenden Heizkörper im Raum und keine Heizkörpernischen. Dies lässt gestalterisch viel Freiraum für die beliebige Einrichtung der Räume ohne dass man auf Heizkörper Rücksicht nehmen muss.

Wohlige Wärme auch in hohen Räumen:
In Objekten mit großen Raumhöhen steigt bei herkömmlichen Systemen die erwärmte Luft nach oben und verursacht dort unnötige Verluste. Die Fußbodenheizung stellt ihre Wärme genau dort zur Verfügung, wo sie benötigt wird und verhindert so die nötige Überhitzung im Deckenbereich.

 

 

Hygienischer Vorteil:

Beheizte Fußböden entziehen den Bakterien - vor allem den Staubmilben - ihre Lebensgrundlage, nämlich die Feuchtigkeit.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Luft weniger erhitzt und weniger Luftbewegungen durch aufgewärmte und abkühlende Raumluft entstehen.

Dadurch wird weniger Staub aufgewirbelt wird, der gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen kann.

Kein Schimmelpilz:
Die vollflächige Beheizung der Bodenfläche vermindert die Gefahr der Taupunktunterschreitung an Außenwänden im Bodenbereich und verhindert damit Schimmelpilzbildung, insbesondere bei an Erdreich und an unbeheizte Keller angrenzenden Flächen

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten:
Auch Kirchen und Freiflächen, wie Höfe, Rampen und Auffahrten, sogar Sportstadien, werden mit Fußbodenheizungen im Winter eisfrei gehalten.

Kann ich eine Fußbodenheizung mit allen Energiequellen betreiben?

Natürlich lässt sich die Fußbodenheizung mit den unterschied­lichsten Energiequellen betreiben - egal ob mit Wärmepumpen, Pellets, Scheitholz, Hackgut und Solar, aber natürlich auch mit Öl und Gas.

Aufgrund der niedrigen Heizwassertemperaturen eignet sich die Fußbodenheizung optimal für das Teamwork mit modernen Niedertemperatursystemen wie z.B. Wär­mepumpen. Denn deren Wirkungsgrad steigt, je niedriger die erforderliche Heizwassertemperatu­r ist.

Kann ich jeden beliebigen Bodenbelag auf eine Fußbodenheizung verlegen?

Damit der Bodenbelag auf die Fußbodenheizung abgestimmt ist, ist zu beachten, dass der ausgewählte Bodenbelag fußbodenheizungsgeeignet ist. Zugelassene Teppichböden und elastische Beläge werden mit einem bestimmten Symbol als geeignet ausgewiesen. 

  • Keramische Fliesen und Platten
  • Natur- oder Betonstein
  • Textilbeläge
  • PVC
  • Linoleum
  • Laminate
  • Parkett
  • Kork

Bei dem Verkleben der Bodenbeläge sind nur temperaturbeständige Kleber zu verwenden. Damit die Fußbodenheizung wie geplant die Wärme an den Raum abgeben kann, sollte der Wärmedurchlaßwiderstand des Bodenbelags auf R = 0,15 m2 K/W begrenzt werden.

Regelung der Fußbodenheizung

Grundsätzlich werden solche Wärmeabgabesysteme in Abhängigkeit der Außentemperatur
geregelt. Um jedoch auch Sonneneinstrahlung oder andere Energiequellen wie Kochen,
Fernsehen, Computer, ... optimal ausgleichen zu können, sollte wie auch bei allen anderen Wärmeabgabesystemen jeder Raum für sich einen Regler bekommen (Einzelraumregelung). Diese Art von Regelung ist kostengünstig, bringt Komfort und spart Energie.



Wie sieht der Fußbodenaufbau aus?

Aufbau einer Fußbodenheizung
Aufbau einer Fußbodenheizung